TITELTHEMA
Juni 2010
FAIR PLAY - WERTE ALS ERFOLGSFAKTOR
„Werte" – ist das nur ein abstrakter, philosophischer Begriff oder weit mehr als das? Fest steht: Verinnerlichte Werte begleiten uns tagtäglich. Wir richten unser Handeln danach aus – bewusst oder unbewusst, im Privaten wie auch im Beruflichen. Gerade in einem Unternehmen können gelebte Werte zu einem wichtigen Erfolgsfaktor werden. Das gilt für die langfristige Kundenbindung ebenso wie für das Miteinander im Kollegium.
Der ApothekenManager ist der Frage nachgegangen, wie wichtig ein Wertemanagement für Apotheken ist, welche Werte ein Mitarbeiter mitbringen sollte, damit er ins Team passt, und was sich Führungskräfte vom Fair Play im Fußballstadion abschauen können:
- Werte als Wettbewerbsfaktor
Wertemanagement bezeichnet einen ganzheitlichen Ansatz, um Werte gezielt im Geschäftsalltag zu verankern. So weit die Theorie. In der Praxis steht für Apotheken insbesondere die aktive Kommunikation von Unternehmenswerten nach innen und außen im Mittelpunkt. Denn hier werden gelebte Werte sichtbar – für Kunden und Mitarbeiter.
- So integer wie nötig: Personal im Wertetest
Personalbeschaffung ist für jeden Unternehmensleiter immer wieder ein zentrales Thema. Anhand von Arbeitszeugnissen und Noten lässt sich die fachliche Kompetenz des Bewerbers beurteilen; aber ist er auch integer, loyal, ehrlich, diskret? Wichtige Werte – gerade in einer Apotheke. Der Persönlichkeitstext „PIA" (Persönlichkeitsinventar zur Integritätsabschätzung) ermöglicht einen Einblick in das Wertesystem des potenziellen Mitarbeiters.
- Urs Meier: Fair Play – auf dem Rasen und im Unternehmen
Im Fußball wird Fair Play offiziell ganz großgeschrieben. Kämpfen die Mannschaften aber um wichtige Tore und Titel, dann ist sich jeder selbst am nächsten – in diesen Situationen zählt allzu oft nur der schnelle Erfolg. Urs Meier, ehemaliger Weltklasse-Schiedsrichter, weiß: Fairness zahlt sich langfristig aus – auf dem Rasen und im Unternehmen.
- Alle mir nach?! – Codes of Conduct im Mittelstand
Viele große Konzerne nutzen einen Code of Conduct, um Mitarbeitern einen verbindlichen Verhaltenskodex an die Hand zu geben. Inwiefern sind solche festgeschriebenen Unternehmenswerte auch für kleinere und mittlere Unternehmen sinnvoll? Und welche Aufgaben fallen den Führungskräften zu, wenn es darum geht, einen solchen Code of Conduct mit Leben zu füllen?
März 2010
FRAUEN STARK IN DER APOTHEKE
Frauen dominieren das Bild in deutschen Apotheken – das gilt vor und hinter dem HV-Tisch. Weibliche Führungskräfte und weibliche Kundschaft prägen den Markt wie auch den persönlichen Umgang in der Offizin auf eine besondere Weise.
Die spezielle Einstellung zu ihrer Gesundheit macht Frauen für die Apotheken zu einer äußerst interessanten Zielgruppe: Sie achten auf ihr Wohlbefinden und ergreifen gesundheitliche Präventivmaßnahmen, während viele Männer sich auf die „Reparatur“ bestehender Probleme beschränken. Auch die Kaufkraft der Frauen in Deutschland ist nicht zu unterschätzen: Derzeit sind sie für satte 70 Prozent aller Konsumausgaben verantwortlich – und die finanzielle Macht der Frauen steigt weiter an (vgl. Studie der Boston Consulting Group, 2009). Wer das Potenzial dieser Klientel heben will, muss ihr Einkaufsverhalten kennen: Was für Männer eine Aufgabe ist, die es zu erledigen gilt, ist für Frauen ein Erlebnis – anders ausgedrückt: „Men buy – women shop.“ Gerade im beratungsintensiven Gesundheitsmarkt können Apotheker im persönlichen Kundengespräch daher durchaus punkten.
Und auch hinter dem HV-Tisch haben oft die Frauen das Sagen. Fast die Hälfte der Apothekenleiter in Deutschland ist weiblich – eine hoher Anteil, wenn man bedenkt, welchen Seltenheitswert hierzulande Frauen in Chefetagen noch immer haben. Der ApothekenManager hat sich angeschaut, wie Frauen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen, welche Chancen und Herausforderungen der hohe Anteil weiblicher Angestellter in der Offizin mit sich bringt und wie man weibliche Kunden am besten anspricht:
- Wenn Frauen in Führung gehen
Frauen in Führungspositionen wollen heute nicht die „besseren Männer“ sein, sondern ihren ganz eigenen Stil entwickeln. Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen setzen sie dabei verstärkt auf Mitsprache und Motivation der Mitarbeiter – mit Erfolg: Die Unternehmen profitieren nachweislich von ihren weiblichen Führungskräften.
- Frauenquote unnötig – vom Umgang mit Teilzeitmodellen
Apotheken gelten als familienfreundlicher Arbeitsplatz mit hoher Frauenquote. Arbeitszeiten können hier vergleichsweise flexibel eingeteilt werden. Zwei Apothekeninhaberinnen berichten, was Teilzeitmodelle für die tägliche Arbeitsorganisation in ihrer Offizin bedeuten.
- Als die Frauen die Offizin eroberten
Was heute für Kunden und Mitarbeiter völlig normal ist, war früher undenkbar: Frauen als Apothekerinnen. In einem historischen Abriss zeigt Wolf-Dieter Müller-Jahncke, Honorarprofessor für Pharmaziegeschichte an der Universität Heidelberg, mit welchen Widerständen Frauen einst auf dem Weg zu ihrem Traumberuf zu kämpfen hatten.
- Gender Marketing für Apotheken
Gerade für Apotheken sind Frauen eine wichtige Zielgruppe, denn sie stellen den Großteil der Kundschaft dar. Gender Marketing ist eine Form der Kundenansprache, die die speziellen Bedürfnisse von Männern und Frauen berücksichtigt. Die Möglichkeiten in der Offizin reichen dabei von der durchdachten Produktauswahl bis hin zur besonderen Innenraumgestaltung.
- Gesundheitsbewusstsein – ein weibliches Gen?
Frauen leben deutlich gesundheitsbewusster als Männer – das belegt die Studie „Health Styles“. Prof. Dr. Thorsten Teichert, Autor der Untersuchung, erklärt, wie die für den Gesundheitsmarkt relevanten Trendtypen definiert werden und wie sie kommunikativ am besten zu erreichen sind.
Dezember 2009
ALLES EINE TYPFRAGE
Von handgemischten Müslikreationen bis zum persönlichen Fitnessplan: Der Konsument bekommt auf Wunsch fast alles typgerecht zugeschnitten. Der ApothekenManager hat sich die verschiedenen Typen näher angeschaut, die den Markt beeinflussen – und sie auf der Konsumenten- wie auch auf der Unternehmerseite gefunden.
Wofür sind Kunden bereit, mehr Geld auszugeben? Bei welchen Produktgruppen probieren sie auch gerne mal etwas Neues aus? Und was gibt den Ausschlag für die sogenannten Spontankäufe?
Täglich kommen die unterschiedlichsten "Shoppertypen" an den Point of Sale und entscheiden sich dort für oder gegen das jeweilige Angebot. Um möglichst viele und auch ausgefallene Kundenwünsche zu erfüllen, bieten Unternehmen immer speziellere Produkte und Dienstleistungen an. So kann der Konsument heute aus einer Vielzahl von Marken, Spezialprodukten und Sonder-anfertigungen wählen.
Diese Entwicklung ist im Kaufhaus tagtäglich zu erleben. Aber auch die Medizin spezialisiert sich mehr und mehr. Augenfälligstes Beispiel ist aktuell die Forschung an der individualisierten Arzneimitteltherapie. Das bedeutet: Passgenaue Medikation für den einzelnen Patienten zu einem bestimmten Therapiezeitpunkt. Gerade an dieser Idee von der „persönlichen Pille“ wird deutlich, dass die Individualisierung in der Gesundheitsbranche weit mehr ist als ein reines Marketinginstrument: Die Wirksamkeit von Therapien kann durch den personalisierten Zuschnitt deutlich erhöht werden.
Der ApothekenManager hat sich umgeschaut, welche Typen sich in Apotheken finden lassen – sowohl vor als auch hinter dem HV-Tisch:
- Shoppertypen am Point of Sale – die Macht des Individuums
Spontanes oder geplantes, markentreues oder -untreues Kaufen – das Einkaufsverhalten von Menschen kann sehr unterschiedlich sein. Viele Faktoren nehmen darauf Einfluss: die Produktanordnung, das Marketing, die Einkaufsstätte selbst – und natürlich der spezielle Konsumententyp. Gerade diesen gilt es für eine zielgruppenorientierte Vermarktungsstrategie genau zu kennen.
- Die Typologie der Entscheider – der Myers-Briggs Type Indicator
Nicht nur die Endkunden sind individuelle Typen – auch der Unternehmensmanager hat seine ganz speziellen Eigenarten und Handlungsstrategien. Mit dem sogenannten Myers-Briggs Type Indicator (MBTI) lassen sich die unterschiedlichen Herangehensweisen in Entscheidungsprozessen transparenter beobachten. Ein Selbsttest gibt zudem Aufschluss über den eigenen Managertyp.
- Individualisierte Arzneimitteltherapie – Abschied vom Blockbuster
Jedem einzelnen Patienten seine eigene für ihn „maßgeschneiderte“ Pille – wissenschaftliche Vision oder bald schon Wirklichkeit in der Arzneimitteltherapie? Dr. Bärbel Hüsing, Leiterin des Zukunftsreportes „Individualisierte Medizin und Gesundheitssystem", beschreibt den aktuellen Stand der Forschung – und skizziert die zukünftigen Anforderungen an die Apotheker, wenn sich diese Entwicklungen auf breiter Front durchsetzen.
- Umfragen in der Apotheke – Wissen Sie, was Ihre Kunden wollen?
Wer passgenaue Leistungen und Produkte anbieten möchte, der muss seine Käuferschaft zunächst einmal genau kennen. Kurzumfragen sind hier auch für Apotheker ein probates Mittel, um relevante Informationen über die Wünsche der Kunden zu erhalten. Aber wie erstellt man einen Fragebogen, der am Ende wirklich aussagekräftige Ergebnisse liefert?
September 2009
CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY - ETHIK ALS UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Verantwortung wahrzunehmen wird gemeinhin mit Belastungen assoziiert. Von vielen Unternehmen hingegen erfährt gerade die Übernahme gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung eine immer größere Wertschätzung: Sie wird als Chance verstanden und fest in die Unternehmensstrategie eingebaut. Ganz selbstlos ist die sogenannte Corporate Social Responsibility (CSR) dabei nicht – sie schafft vielmehr eine Win-Win-Situation für Unternehmen, Kunden und Gesellschaft.
Gerade kritische Konsumenten hinterfragen immer häufiger, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wird und richten ihr Kaufverhalten konsequent nach der jeweiligen Unternehmensphilosophie aus. Die aktuelle Studie "Sustainable Futures 09" belegt, dass nachhaltiges Handeln für die Deutschen eine zentrale Rolle spielt – über 80 Prozent der Befragten sieht die Verantwortung für die Lösung von sozialen Problemen und Umweltproblemen bei großen Unternehmen. Ein entsprechendes Engagement zahlt sich folglich aus: Rund drei Viertel der Konsumenten zollt den Firmen besonderen Respekt, die sich um Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit kümmern.
Die Türen stehen offen für die unterschiedlichsten Formen von Corporate Social Responsibility. "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es", ließ uns schon Erich Kästner wissen. Doch passt tatsächlich jedes Engagement zu jedem Unternehmen? Wie initiiert man CSR-Aktionen? Und sind derartige Maßnahmen nur ein modischer Trend, oder hat tatsächlich ein Wandel im Denken stattgefunden?
Der ApothekenManager hat sich angeschaut, welche Maßnahmen große Unternehmen aus dem Gesundheitswesen im Bereich CSR verwirklichen – und was sich Kleinunternehmer wie Apotheker davon abschauen können. Denn gesellschaftliches Engagement ist nicht nur für Großkonzerne zur Pflichtübung in Hinsicht auf die Kundenbindung geworden.
Verantwortung für die Gesellschaft – verantwortlich für das Geschäft
"Die Wirtschaft muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt." Diese Forderung ist vor dem Hintergrund von Globalisierung und Finanzkrise wieder lauter geworden. Birgit Riess, Leiterin des Programms "Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen" in der Bertelsmann Stiftung, erläutert, warum Corporate Social Responsibility heute als modernes Instrument der Sozialen Marktwirtschaft verstanden werden muss.
- CSR im Mittelstand: Traditionell verankertes Engagement nutzen
Was bei großen Unternehmen erst zusätzlich entwickelt wird, ist bei kleinen und mittleren Unternehmen oft längst vorhanden und verwurzelt: gesellschaftliches Engagement. Gerade Apotheken können von ihrer natürlichen Verbundenheit mit dem Thema soziale Verantwortung profitieren – wenn sie ihr Engagement richtig umsetzen.
- ANZAG GIRLS CUP: Es muss nicht immer Werbung sein
Mit dem Mädchenfußballturnier ANZAG GIRLS CUP fördert der Pharmagroßhändler ANZAG nicht nur Fitness und Gesundheit von jungen Sportlerinnen, sondern bietet gleichzeitig auch Apothekern eine ideale Plattform, um sich auf unkonventionelle Art einzubringen: Jede Mädchenmannschaft wird von einem Apotheker aus der Region betreut und beraten. Das schafft Kontakte der besonderen Art – und positive öffentliche Aufmerksamkeit.
- B. Braun Melsungen AG: "Nähe zum Menschen"
Das soziale Engagement der B. Braun Melsungen AG, eines der führenden Pharma- und Medizinbedarfshersteller, geht weit über die Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter hinaus. Dr. Bernadette Tillmanns-Estorf, Direktorin der Stabsabteilung Unternehmenskommunikation, erklärt, warum dem Konzern auch Leukämiepatienten in Belgien oder der Kultursommer Nordhessen am Herzen liegen.
Juni 2009
KREATIV NEUE WEGE GEHEN
Gerade in einem verschärften Wettbewerb wird es für die Apotheke immer wichtiger, sich durch einen aufmerksamkeitsstarken Marktauftritt von anderen Anbietern abzuheben. Querdenken heißt hier der Schlüssel zum Erfolg. Wer als Apothekenleiter bereit ist, kreative Wege zu gehen und mit ungewöhnlichen Ideen zu überraschen, kann ganz neue Kundengruppen erschließen.
Wenn von den so genannten „kreativen Berufen“ die Rede ist, sind üblicherweise nicht Apotheker, sondern Künstler, Mediengestalter oder Werbetreibende gemeint. Doch auch andere Branchen entwickeln frische Ideen und spannende Ansätze. Gerade in Bereichen, in denen die Kundschaft nicht von Vornherein ein Feuerwerk an originellen Einfällen erwartet, können schon kleine Besonderheiten für große Aufmerksamkeit sorgen.
So auch in der Apotheke: Ungewöhnliche Konzepte sprechen sich schnell herum. Mit innovativen Leistungen kann die Apotheke neben ihrem Stamm- und Laufpublikum auch ganz neue Kundengruppen ansprechen. Unternehmerische Kreativität verspricht dabei nicht nur Erfolg, sondern kann auch richtig Spaß machen. Wenn das gesamte Team in den Prozess der Ideenfindung einbezogen wird, stellt sich zudem noch ein weiterer positiver Nebeneffekt ein: die starke Identifikation der Mitarbeiter mit der Positionierung der Apotheke. So bringen kreative Neuausrichtungen oder ungewöhnliche Zusatzleistungen oft frischen Wind auf ganzer Linie in ein Unternehmen.
Doch woher die guten Ideen nehmen? Was kann man sich bei anderen Branchen abschauen? Und wie finde ich heraus, wie kreativ ich wirklich bin? Der ApothekenManager hat Antworten auf diese Fragen:
- Frische Ideen für die Apotheke von morgen – Innovationen entstehen im Crossing mit anderen Branchen > Seite 11
Axel Liebetrau, Partner des Zukunftsinstituts, erläutert, was sich Apotheker von Branchen wie Hotellerie und Gastronomie abschauen können – und warum dieser Blick über den Tellerrand immer wichtiger wird: Innovationen sind notwendig, denn Gesundheit wird heute nicht mehr nur als Zustand, sondern als Erlebnis begriffen.
- "Unsere Vision – eine Oase der Gesundheit"> Seite 14
Preisgekrönte Architektur, Kräutergarten auf dem Dach, regelmäßige Kultur-Events – das Kreativ-Konzept der Wiener Apotheke „Zum Löwen von Aspern“ begeistert nicht nur die Kunden, sondern sorgt auch für Umsatz. Der Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schlagintweit beschreibt im Interview sein Erfolgsrezept.
- "Brücke zwischen Patient, Arzt, Angehörigen und Behörden" > Seite 17
Die „Frosch Apotheke“ in Lörrach hat einen beeindruckenden „Aktivcare“-Service für pflegebedürftige Menschen aufgebaut. Dr. Walter Taeschner erklärt, was es heißt, die Kluft zwischen der Offizin und dem Patienten zu schließen.
- Querdenken lohnt sich - die McDonald´s-Strategie > Seite 20
Kaffee und Kuchen im Fastfood-Restaurant? Die ungewöhnliche Idee wurde in Deutschland schnell zum Erfolgsmodell. Thomas Hofmann, Geschäftsführer der vivesco und ehemaliger Director Marketing McDonald´s Inc. in München zeigt am Beispiel "McCafé", was bei der Umsetzung kreativer Ideen zu beachten ist.
- Kraftwerk Kreativität > Seite 22
Nicht jedem ist Kreativität in die Wiege gelegt – sie lässt sich aber trainieren. Die Autorin Evelyn Boos gibt einen Einblick in die wichtigsten Techniken und Tipps rund um das Finden und Umsetzen von außergewöhnlichen Ideen. Ein Test zeigt zudem auf, wie groß die eigenen kreativen Potenziale sind.
März 2009
PARTNER FÜR DEN ERFOLG - GEMEINSAM SEINE ZIELE ERREICHEN
Zusammen geht vieles einfacher, denn mit den richtigen Partnern kommt man seinen Bedürfnissen und Zielen näher. Was für zwischenmenschlichen Beziehungen gilt, ist aber auch im beruflichen Alltag Wirklichkeit: Um eine Partnerschaft dauerhaft zu pflegen, muss man kontinuierlich daran arbeiten. Und wenn es gut läuft, profitieren alle Partner.
Der Mensch ist ein Beziehungswesen, er kann nicht ohne Gemeinschaft auskommen. Auch ein einzelnes Unternehmen wie eine Apotheke kann nicht ganz auf sich allein gestellt existieren: Der Austausch, das Zusammensein und das Zusammenarbeiten mit anderen sind überlebensnotwendig – und können, in der richtigen Kombination, über die reine Existenzsicherung hinausgehen. Frei nach dem Motto: Das Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Teile. Partnerschaften sind dabei äußerst facettenreich und fast immer mit Emotionen verbunden, nicht nur in Liebesbeziehungen, sondern auch in Sport, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.
In der Apotheke gilt der Partnerschaftsgedanke besonders: Kranke Menschen sind auf Beratung und Arzneimittel angewiesen, die sie nur in der Apotheke erhalten können. Um diesen Anspruch optimal erfüllen zu können, arbeiten Apotheken eng mit Mitarbeitern, Ärzten, Pharmagroßhändlern und anderen Apothekern zusammen. Doch dabei müssen alle Partner zusammen das Segel setzen, damit sie in die richtige Richtung segeln – gegeneinander kann das nicht funktionieren. Um nicht in einen Zickzack-Kurs zu gelangen, müssen alle Beteiligten deshalb langfristig zu Höchstleistungen motiviert werden. Der ApothekenManager ist daher der Frage nachgegangen, was jeder einzelne für eine erfolgreiche Partnerschaft beitragen muss und wie man davon profitieren kann.
- Wann sich Kooperationen für Apotheker lohnen. Jeder Apotheker ist frei in seiner Entscheidung, einer Kooperation beizutreten – ob sich diese Entscheidung für ihn lohnt, hängt von den Anreizen ab, die ihm die Kooperation bietet, und von den Beiträgen, die er für die Kooperation leisten muss. Professor Dr. Hendrik Schröder, Leiter des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Duisburg-Essen, zeigt, was Apotheker dabei beachten müssen.
- "Nur zusammen kommen wir weiter!" Dr. Oliver Morof, Inhaber der Moritz Apotheke in Meißen und Mitglied der vivesco Apotheken-Kooperation erläutert im Interview, wie die Mitgliedschaft im Alltag aussieht und welche Chancen sie den selbständigen Apotheken bietet.
- Partnerschaftliche Unternehmenskultur. Wenn der Mitarbeiter zum Partner wird. Motivierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Apotheke. Dr. Heinrich Beyer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft erklärt, wie sich eine partnerschaftliche Unternehmensführung durch die gesamte Apotheke ziehen kann.
- Vier Faktoren erfolgreicher Beziehungen. Was zeichnet erfolgreiche Beziehungen aus? Ulrike Bergmann, Coach und Beraterin, hat übereinstimmende Werte, eine positive Haltung, gemeinsame Ziele und eine wertschätzende Kommunikation als die Faktoren identifiziert, die am stärksten über Erfolg oder Scheitern von Beziehungen bestimmen.
- Partner der Schwachen: Apotheker ohne Grenzen. Millionen von Menschen haben keinen Zugang zu einer zuverlässigen Arzneimittelversorgung, doch die Organisation Apotheker ohne Grenzen sorgt in den betroffenen Regionen mit lokalen Partnern für autonome Gesundheitswesen. Die Reportage über die Apothekerin Christel Trischler bringt einen Einblick über die Arbeit der Organisation.
Dezember 2008
CHANGE! VERÄNDERUNGSPROZESSE IN DER APOTHEKE ERFOLGREICH MANAGEN
„Alles bleibt anders“, singt Herbert Grönemeyer regelmäßig ins Mikrofon. Auch für Apotheker stimmt diese Weisheit: Veränderungen gehören zum Alltag. Um sie zum Erfolg zu führen, ist viel Feingefühl notwendig.
Alles wird komplexer in der Apotheke! Technische, ökonomische, politische und gesellschaftliche Prozesse beeinflussen sich gegenseitig und entwickeln zusammen eine Eigendynamik, deren Auswirkungen nur schwer von den Apothekern zu überschauen sind. Rabattverträge hin – Intensivierung des Wettbewerbs her, das Berufsbild des Apothekers von vor zehn Jahren unterscheidet sich sehr vom Arbeitsalltag der Gegenwart, und es ist zu erwarten, dass die Dynamik im Markt und damit der Wettbewerb um Kunden und Erlöse in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen werden. Diese und weitere Entwicklungen zeigen deutlich, dass bereits heute Veränderungsbedarf bei inhabergeführten, selbstständigen Apotheken besteht. Sie müssen sich kontinuierlich den neuen Herausforderungen stellen. Die Chancen für eine erfolgreiche Zukunft sind noch groß – allerdings müssen Apotheker die richtigen Weichen dafür stellen. Doch wie lassen sich die nötigen Veränderungen erfolgreich managen? Der ApothekenManager hat sich nicht nur im Apothekenmarkt umgehört, sondern auch über den Tellerrand hinausgeschaut und Experten zu ihren Erfahrungen befragt.
- Den Wandel beherschen: Erfolgsfaktoren der Apotheke der Zukunft. Als Leiter des Studiengangs „MBA Pharma Management" kennt sich Professor Dr. Ralf Ziegenbein mit dem Apothekenmarkt bestens aus. Für die Apotheke der Zukunft macht er fünf zentrale Erfolgsfaktoren aus.
- Den Wandel gestalten: Change Management in der Apotheke. Um Veränderungen zum Erfolg zu führen, müssen die Apotheker sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden mitnehmen. Jörg Pfannenberg, Geschäftsführer von JP | KOM, einer der führenden Kommunikationsagenturen, beschreibt, wie aktive Kommunikation den Wandel ermöglicht.
- „Vertrauen spielt eine entscheidende Rolle." Warum erreichen logische Argumente meistens nicht die erhoffte Wirkung? Business-Coach Hans Peter Wimmer erklärt im Interview, wie Apotheker ihre Mitarbeiter leichter für den Wandel gewinnen können.
- „Sattheit ist Gift für jeden Erfolg." Für Bernhard Peters, Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung des Aufsteigervereins 1899 Hoffenheim, sind Führungsqualitäten besonders im Wandel wichtig. Sich auf dem Erreichten auszuruhen, ist für ihn ein großer Fehler – nur stetige Veränderungen sichern dauerhaften Erfolg.
Oktober 2008
ROLLE VORWÄRTS: DER APOTHEKER IM VERSORGUNGSSYSTEM
Vorhang auf für den Multifunktionsapotheker
Die Marktbedingungen für den Apotheker ändern sich schnell und drastisch. Das führt zu veränderten Aufgaben des unternehmerischen Heilberuflers. Auf der Bühne des Gesundheitswesens bieten sich für den Apotheker daher die verschiedensten Rollen. Der ApothekenManager hat acht hochkarätige Experten der Gesundheitsbranche nach ihrer Meinung und Einschätzung über die zukünftige Rolle und Anforderungen an die Apotheke befragt.
- DR. CHRISTOPHER HERMANN, AOK BADEN-WÜRTTEMBERG: "BERATUNG DURCH DEN APOTHEKER GEFRAGT"
- ANJA SCHWEITZER UND DIRK WELLER, PSYCHONOMICS AG: "DER APOTHEKER IST STÄRKENDER RÜCKHALT"
- DR. MARTINA BUNGE, MDB: "IN DER APOTHEKE LAUFEN DIE FÄDEN ZUSAMMEN!"
- DR. MICHAEL VOGT, ÄRZTEVERBAND HARTMANNBUND: "SYNERGIEMÖGLICHKEITEN HERAUSZUARBEITEN"
- JÖRG WIECZOREK, HERMES ARZNEIMITTEL: "LEBEN STATT KLEBEN"
- HEINZ-GÜNTER WOLF, ABDA: "UNTERNEHMERAPOTHEKER WERDEN MEDIKATIONSMANAGER"
- DR. THOMAS TRÜMPER, PHAGRO: APOTHEKER MÜSSEN BEIDES SEIN - HEILBERUFLER & UNTERNEHMER
Juni 2008
BENCHMARK SPORT - ZU HÖCHSTLEISTUNGEN FÜHREN
"Eine der wichtigsten Aufgaben eines Managers ist es, seine Leute zu motivieren", sagte einst der britische Historiker Cyril Northcote Parkinson. Um dies im Arbeitsalltag erreichen zu können, lohnt der Blick in den Sport.
Vor der Fußball-WM 2006 hat der deutschen Nationalelf kaum jemand etwas zugetraut. Jürgen Klinsmann holte mit seinem Team den dritten Platz. Heiner Brand führte die deutschen Handballer 2007 zur Goldmedaille. Wie schaffen es Trainer wie Klinsmann und Brand, diese Topleistungen abzurufen? Wie formen sie ein Team, das zusammenhält und hochmotiviert an die Aufgabe geht? Im Sport lässt sich der Erfolg schnell an Eigenschaften wie Talent, Leidenschaft, Zielklarheit, Motivation, Ausdauer und Innovationskraft festmachen. Erfolgsstrategien aus dem Sport können aber auch dem Apotheker helfen, sein Team zu Höchstleistungen zu führen.
- Was erfolgreiche Chefs und Mannschaftskapitäne verbindet. 94-mal spielte Jörg Löhr in der Handball-Nationalmannschaft. Heute ist er erfolgreicher Management- und Persönlichkeitstrainer. Aus seiner Erfahrung heraus beschreibt er die Kriterien für erfolgreiche Teams. Neben Freiraum, Kooperation und Konkurrenz steht die Führungskraft in ihrer Vorbildfunktion oben an.
- "Führung braucht eine klare Linie". Was macht ein Erfolgstrainer wie Heiner Brand richtig? Im Interview erzählt der Trainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft, wie er einen guten Führungsstil definiert. Das Unspektakuläre ist dabei das Überraschende.
- Kielholen ist out – mitarbeitertherapeutische Selbsterfahrungsgruppen sind es allerdings auch. Der Apothekenberater Christian Bals weiß, dass es bei der Führung auf viel Fingerspitzengefühl ankommt. Mit einem 9-Punkte-Katalog kann der Apotheker den Status der Mitarbeiterführung erfassen und auf dieser Grundlage jederzeit anpassen. So lassen sich die Ansprüche von Apotheker, Mitarbeitern und Unternehmensausrichtung in Einklang bringen.
- Führungswissen für Apothekenleiter: Erst der Mensch, dann der Mitarbeiter. Wie funktioniert Führung? Mit welchen Instrumenten kann der Apotheker seine Mitarbeiter dauerhaft motivieren? Was muss die Führungskraft für sich tun, um erfolgreich zu sein? Diese Fragen beantwortet der Coach für Führungskräfte Dr. Bernd M. Wittschier.
- Apotheke Sauter: "Alle zogen voll mit". Die Apotheke Sauter in Singen hat ein ein hochmotiviertes Team. Die 25 Mitglieder leisten viel, und dies gern. Dahinter steckt die Führungsarbeit der Apothekenleiterin Michaela Link. Sie beschreibt im Interview, wie der Alltag aussieht und wie sie die hohe Motivation dauerhaft erreicht.
April 2008
DIREKTVERTRIEB - EIN BEZUGSWEG AUF DEM PRÜFSTAND
Der Trend zur Direktbelieferung hält an: Mehr und mehr
Apotheken beziehen ihre Arzneimittel direkt beim Hersteller.
Höchste Zeit, diesen Bezugsweg einmal genauer unter die
Lupe zu nehmen.
Deutschland ist der größte Arzneimittelmarkt Europas – und Spitzenreiter beim Direktgeschäft mit Arzneimitteln. Mittlerweile macht die Direktbelieferung der Apotheken durch die pharmazeutische Industrie über 16 % des Gesamtumsatzes aus. Damit hat sich ihr Anteil in weniger als 10 Jahren mehr als verdoppelt. Vor allem die Hersteller setzen hohe Erwartungen in die direkte Auslieferung ihrer Produkte. Doch was bringt das den Apotheken und ihren Kunden? Lesen Sie folgende Beiträge zum Thema:
- Wareneinkauf der Apotheke: Welcher Weg ist der günstigste?
- ANZAG Umfrage unter 100 Apothekern: Kritische Haltung zum Direktvertrieb
- Erfahrungen einer Apothekerin mit dem Direktbezug: „Der Aufwand ist deutlich höher“
- Ist der Handel heute noch zeitgemäß?
- Optimierung des Distributionssystems: „Vorteile für alle Marktpartner“
Februar 2008
LERNEN IST TRUMPF
Der Beruf des Apothekers ist vielseitig. Er erfordert Know-how in verschiedenen Bereichen. Weiterbildungen tragen dazu bei, den Erfolg der Apotheke zu sichern.
Vom britischen Komponisten Benjamin Britten stammt der Spruch: „Lernen ist Rudern gegen den Strom, sobald man aufhört, treibt man zurück." Diese Aussage trifft auch auf den Beruf des Apothekers zu. Die wachsenden Herausforderungen im Gesundheitsmarkt erfordern, dass der Apotheker nicht nur seine pharmazeutischen Fachkenntnisse auf dem neuesten Stand hält. Auch Fähigkeiten in Betriebswirtschaft oder Marketing sowie das Wissen um die Kommunikation und den Informationstransfer im Team sind wichtig. Lesen Sie folgende Beiträge:
- Auf dem Weg zur „Lernenden Organisation"
- Fortbildung leicht gemacht: Virtuelle Seminare für Apotheker liegen im Trend
- Erfolgsfaktor Team – Eine Polemik zum Status quo der Mitarbeiterführung
- Kompetenzausbau im betrieblichen Alltag: pep – das persönliche Entwicklungsprogramm für den ANZAG Außendienst
- Der Apotheker als unternehmerischer Heilberufler
Dezember 2007
ORGANISATION IN DER APOTHEKE
Der Apothekenmarkt wird sich in Zukunft stark wandeln. Je besser die Apotheke organisiert ist, desto eher kann sie auf Veränderungen reagieren.
Der Druck durch den verschärften Wettbewerb sowie durch die Gesundheitspolitik nimmt zu. So sind die Auswirkungen der Rabattverträge noch immer zu spüren: Nicht nur der Arbeitsaufwand hat sich erhöht, auch die Apothekenkunden sind verunsichert, wenn sie nicht ihr gewohntes Arzneimittel erhalten. Mit Spannung wird zudem die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes über das Fremdbesitzverbot erwartet. Für die inhabergeführte, selbstständige Apotheke ist es daher wichtig, eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln und betriebswirtschaftliche Ziele zu definieren. Das Festlegen von Betriebsabläufen und der Kompetenzen innerhalb des Apothekenteams trägt dazu bei, die unternehmerischen Ziele zu erreichen. Doch wie organisiert man die eigene Apotheke? Welche Hilfestellungen gibt es dabei? Das ANZAG Magazin hat dazu mehrere Experten aus Pharma und Wirtschaft um Rat gefragt.
- Qualitätsmanagement bringt System in den Apothekenalltag.
- Filialleitung: Das Führen von Führungskräften.
- Inventur – alle Jahre wieder.
- Von der Strategie zum Ziel: Strategisches Apothekenmanagement.
- Partner Großhandel: Mit Beratung und Konzepten den Ertrag der Apotheke sichern.